![]() home
| | Dr. Sybilla Blasczyk-Schiep Zusammenfassung Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist eine systematische Untersuchung der Gruppen mit suizidalen Handlungen (nach einem ernsthaften Suizidversuch, nach Parasuizid und mit Suizidgedanken) und eine Untersuchung des Einflusses der persönlichkeitsspezifischen Variablen auf die Suizidalität. Es wurde der Einfluss von Persönlichkeitsstilen, Depressivität, Selbststeuerungsfunktionen und impliziter Affektivität auf die Suizidalität diskutiert. Die Neigung zum suizidalen Verhalten wird neurobiologisch durch eine einseitige Aktivierung (Extremisierung) der linken Hemisphäre begleitet. Ihre psychologischen Folgen, Störungen der Selbstwahrnehmung und der polysemantischen Realitätswahrnehmung, wurden analysiert und empirisch überprüft. Die angenommenen Mechanismen wie geschwächte Selbststeuerungskompetenzen (z.B. niedrige Selbstbestimmung, Selbstmotivierung) und erhöhter Alltagsstress (Belastung und Bedrohung), die den Zugang zum Selbst erschweren und dem suizidalen Verhalten zugrunde liegen, wurden einer weiteren Prüfung unterzogen (Pfadanalyse) und auf einer möglichst breiten Ebene analysiert. Die Tendenz der suizidalen Personen zu Affektkonfundierung und Hemmung des Selbstzugangs bei starker Aktivierung des Intentionsgedächtnisses wurde als psychologische Folge der hemisphärischen Asymmetrie der suizidgefährdeten Menschen diskutiert. Es wurden außerdem Möglichkeiten der Selbststärkung und ihr Einfluss auf eine Verbesserung des Affektes (Affektregulation) bei suizidalen Personen überprüft. (...) Selbststeuerung und Suizidrisiko. Persönlichkeitsspezifische Antezedenzien der Suizidalität, erschienen bei Peter Lang |
Impressum | © Dr. Sybilla Blasczyk-Schiep |